Kooperationen

Kooperationen – wie sie funktionieren oder auch nicht

In der Bloggerszene sind Kooperationen weit verbreitet. Jeder, der bei Instagram unterwegs ist, wo ja alles über Fotos läuft, stolpert früher oder später über Accounts mit einer großen Reichweite. Sagen wir mal, ab 10.000 Followern und mehr. ECHTEN Followern wohl gemerkt. Wie in jedem sozialen Netzwerk, kann man sich ja auch welche kaufen. Kann man, muss man aber nicht, denn: bringt nichts!

Ihr möchtet ja echte Interaktionen mit euren Fans oder Followern. Also, zurück zu den großen Accounts. Diese Accounts sind entweder auf ein Thema spezialisiert oder posten einfach quer durch ihr Leben. Ganz egal. Früher oder später stellen die meisten von ihnen mal das eine oder andere Produkt vor. Für die Firmen sind Blogger mit einer großen Reichweite, eine schöne Gelegenheit, ihren Bekanntheitsgrad zu vergrößern.

Ich kann euch von meinen Erfahrungen aus der Sicht von beiden Seiten berichten!

 

Die Sicht aus Unternehmerseite

Als ich mit meinem kleinen Online-Shop Ernas-Charms online ging und anfing, alle Artikel in den sozialen Medien vorzustellen, bin ich ebenfalls auf eine große Instagram Bloggerin gestoßen. Sie führt einen der größten, deutschsprachigen Hunde-Accounts. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nichts von diesen Kooperationen und mir war auch nicht bewusst, wie groß ihr Account wirklich war.

Mir gefielen ihre Bilder und ich habe sie nett und höflich gefragt, ob ich ihr welche von meinen Anhängern senden darf und sie ein Foto davon bei sich veröffentlicht. Sie stimmte zu, wir schrieben sehr nett und sie machte ein Foto meines Produktes, postete es in ihrem Account und erwähnte mich dort. Das Foto bekam aufgrund ihrer großen Fangemeinde auf IHREM Account 2000 Likes. Schöne Sache. Und ich merkte, dass sich genau an diesem Tag die Zugriffszahlen auf meine Homepage erhöhten. Es hat also seinen Zweck erfüllt.

Ernas Charms AnhängerMit kleineren Accounts habe ich dasselbe ausprobiert, funktionierte aber nicht annähernd so gut. Da sieht man dann auch, dass es wichtig ist, das man eine aktive und interessierte Fangemeinde hat.

Natürlich dürft ihr nicht erwarten, das euch nach einer Vorstellung eures Produktes, die Leute gleich die Bude einrennen und alle nur noch bei euch kaufen wollen. So ist es garantiert NICHT. Es ist ein langwieriger Prozess und erst ein kleiner Anfang. Aber so könnt ihr mit anderen Accounts in sozialen Netzwerken kooperieren und werdet Stück für Stück etwas bekannter.
 

Das funktioniert auch nur, wenn ihr

  • schöne oder interessante Produkte habt
  • regelmäßig aktiv seid – sei es in sozialen Netzwerken oder auf euren eigenen Homepages
  • eurem Gegenüber einen Mehrwert bietet

Nach kurzer Zeit erhielt ich dann vermehrt Anfragen von anderen Instagram-Bloggern, ob sie meine Produkte auch vorstellen dürften. Natürlich fing ich dann langsam an, etwas mehr auszuwählen. Welche Accounts gefallen mir gut, wer macht wirklich hübsche Produktfotos UND wer hat eine gute Reichweite! Ich habe auch kleineren Accounts Produkte zugesagt, wenn mir die Accounts und die Anfrage gefielen. Inzwischen muss ich etwas mehr auswählen, denn auch mein Budget ist natürlich begrenzt.

Jedenfalls erhält man so etwas mehr „Sichtbarkeit“ im Umfeld des sozialen Netzwerkes, in dem man sich befindet. Man selbst muss natürlich auch ein wenig aktiv sein und die Leute bei der Stange halten. Ihnen schöne Bilder zeigen und auch mal ihre eigenen Fotos liken und kommentieren. Ein geben und nehmen.

Inzwischen darf ich auch die andere Seite der Kooperationen kennen lernen. Parallel zu meinem Online-Shop habe ich ja noch einen eigenen Blog, auf dem ein breit gefächertes Feld von mir thematisch bedient wird.

Das breite Themenfeld hier auf der Seite war gar nicht so geplant. Auch das hat sich einfach so ergeben. Wie vieles im Leben.

Diese Homepage hier, Elbfit, war ursprünglich mal für eine Dienstleistung im Bereich Fitness konzipiert worden. Durch meine Hunde und meine Hundebetreuung, waren auch Hunde hier schon immer ein Thema. Da ich pescetarisch und recht bewusst (und gerne!) esse, war auch Ernährung schon immer ein Thema. Tja, und nun als frische Mama ist auch das Baby zu einem Thema geworden. Als Frau brauch ich zu Beauty & Kosmetik ja nichts weiter sagen. Also brauchte ich mir keine Themen ausdenken, sondern es ergab sich ein thematisches Kreuz und Quer durch mein Leben.

Das ist für einen Blog zwar nicht so optimal, aber man muss sich ja nicht immer an alles halten, was „am besten“ ist.

Ich bin eh der Überzeugung, man ist nur gut in Dingen, von denen man Ahnung hat und noch besser, die man natürlich selber erlebt oder probiert hat. Also bleibt authentisch.

 

Die Sicht aus Bloggerseite

So fing ich also auch mal an, potentielle Kooperationspartner anzuschreiben, dessen Webgestaltung und Produkte mir gefielen. Als noch recht kleiner Account in den sozialen Medien, habe ich manchen Partnern angeboten, ihnen im Gegenzug für ihre Produkte, auch welche von meinen zu schicken. So war es für sie auch ein Anreiz, sich auch mit einem kleinen Account einzulassen. Teilweise waren es natürlich auch selber kleinere Accounts, die sich ebenfalls im Aufbau befanden.

So unterstützt man sich gegenseitig. Man stellt seine Produkte gegenseitig vor und erwähnt/verlinkt sich. Sodass die Fans des jeweils anderen auf einen Aufmerksam werden. So auch geschehen mit einem Unternehmen, welches ich hier erst kürzlich vorgestellt habe. DOGTAP. Dort könnt ihr sehen, wie (m)eine Produktvorstellung aussehen kann. Auch dieses Unternehmen ist immer interessiert an weltweiten Kooperationspartnern und Testern!

 

Hier ist ein aktuelles Praxisbeispiel!

Durch eine Gruppe, in der bundesweite Hundesitter vertreten sind, habe ich die Bekanntschaft mit Denise Lippek gemacht.  Sie ist genau wie ich, einerseits Hundesitterin, andererseits führt sie einen Online-Shop mit handgemachten Leinen & Halsbändern. Creation Spürsinn. Schöner Name oder?

Sie hatte ein paar Fragen zum bloggen und so kamen wir ins Gespräch bzw. schreiben. Mir gefielen ihre Produkte so gut, also fragte ich sie nach oben erklärtem Tausch. Ob sie mir etwas zaubern würde und sich im Gegenzug bei mir etwas aussuchen mag. Der Gedanke gefiel ihr, gesagt getan. Sie hat sich in meinem Shop einige Dinge ausgesucht und ich bekam etwas tolles von ihr. So entstand dieses wunderschöne Armband! Armband Ernas Charms Anker Paracord

Sieht das nicht stark aus? Denise hat meine Wunschfarben verarbeitet, nämlich die von Elbfit hier. Grau und mint. Und dazu den Anker von Ernas-Charms.

Wenn ihr Kooperationsanfragen startet, fragt nicht immer nur nach kostenlosen Produkten, sondern bietet eurem Gegenüber einen Mehrwert oder etwas im Tausch. Bedenkt, dass viele Unternehmen viele solcher Anfragen erhalten. Warum sollten sie nun ausgerechnet euch etwas zukommen lassen? Wenn ihr das beantworten könnt, super! Dann habt ihr etwas zu bieten.

In dem ich nun mein Produkt in Kombination mit ihrem, auf einer meiner Seiten vorstelle, mache ich Werbung für uns beide. Umgekehrt genauso! Wir steigern also gegenseitig unseren Bekanntheitsgrad.
 

Damit noch nicht genug!

Aufgrund unserer netten Kooperation kam ihr die tolle Idee, ein Netzwerk zu gründen, auf dem sich handarbeitende, kreative Hundeunternehmer präsentieren, vernetzen und so Kooperationspartner finden können!

Bist du ein kreativer Hundeunternehmer, der Dinge selber herstellt? Und du hast Lust, ein aktiver Teil eines Netzwerkes zu werden? Dann bewerbe dich bei creative4dogs ! creative4dogs hundeunternehmer elbfit

Lasst uns kooperieren, vernetzen und gegenseitig bekannter machen. Ein Einzelkämpfer zu sein, ist oft eine Charaktereigenschaft, aber in der Geschäftswelt ist Networking viel wert und macht dazu noch Spaß!

Die großen Blogger und Accounts werden meistens von den Firmen selbst angeschrieben, ob sie dessen Produkte vorstellen würden. Da müssen sich die Blogger gar nicht mehr groß selbst drum kümmern. Sie werden dann als „Influencer“ genutzt. Die Firmen profitieren von der großen Reichweite der Blogger oder den Promis. Daher wird den Promis häufig etwas umsonst gestellt. Ein Foto mit der Marke und einem Promi, beste Werbung. Aber sooo weit kommen wohl die Wenigsten.

Nun liste ich auch mal auf, was ich aus Unternehmersicht von einer Bloggeranfrage erwarte, der meine Produkte kostenlos testen möchte.

  •  Nette Anrede, egal ob im Sie oder Du, je nach Sparte. Als Hamburger Deern rede ich gern wie mir die Fluppe gewachsen ist, jedoch nicht in einem Anschreiben
  • einige Worte zur Person – Vorstellung
  • keine Schreibfehler und halbwegs vernünftige Grammatik (auch ich haue Fehler rein!)
  • Worte zum Blog, Beschreibung/Thema, gerne Reichweite und Kanäle in den sozialen Medien
  • was wird mir als Unternehmen vom Blogger geboten (gute Fotos, zeitnahe Vorstellung etc.)

Als Unternehmer gucke ich mir dann die entsprechenden Seiten desjenigen an und entscheide, ob er/sie mit ihrer Tätigkeit oder ihrem auftreten zu mir und meinen Vorstellungen passt!

Wenn ja, sende ich Produkte raus und freu mich über eine nette Präsentation meiner Artikel und meines Unternehmens.

 

Ein „no go“

  • Ein-Satz-Anfragen a la „hallo, machen sie sponsoring“  Diese Anfrage hatte ich tatsächlich! Da hat jemand wohl den Unterschied von Sponsoring und Kooperation nicht verstanden.

Umgekehrt handhabe ich es natürlich genauso! Möchte ich ein bestimmtes Produkt vorstellen, schreibe ich die Firma höflich an, stelle mich vor und erkläre, warum mich das Produkt anspricht. Dazu formuliere ich, was ich der Firma bieten kann.

Natürlich kann man sich als Blogger oder Unternehmen auch von einem Auftraggeber finanziell für eine Vorstellung entlohnen lassen. Aber dazu sei gesagt, ihr sollt zwar nach den Sternen greifen, aber gleichzeitig auf dem Teppich bleiben. Immer diese Sprichwörter.. ;-) Wenn alles für beide Seiten passt, ist so ein Auftrag natürlich toll. Aber auch dabei solltet ihr das, was ihr vorstellt, auch wirklich vertreten können.

Ihr braucht Geduld, Leidenschaft, Zeit und Erfahrung in einem Themenbereich, über den ihr schreiben könnt und auch ein wenig technisches Know How. Bleibt euch selbst treu und habt Spaß beim vernetzen!

In diesem Sinne,

viel Erfolg allen Newbies!

Interessierte Unternehmen/Kooperationspartner für Elbfit oder Ernas-Charms können mich gerne anschreiben ;-) Bitte klickt euch aber vorher durch die Seiten, damit ihr wisst, worum es geht und was ich biete. Schlüsselanhänger Kooperation Elbfit Creation Spürsinn Paracord Biothane Charms Anker

Hier nochmal die bereits erwähnten Seiten, falls ihr mal reinschauen möchtet.

Ernas-Charms.de

Creation-Spürsinn

creative4dogs.de

Auf dem Foto seht ihr noch den passenden Schlüsselanhänger zu meinem Armband von Creation Spürsinn! Toll oder?!

1 thought on “Kooperationen

  1. Ein großes Dankeschön auch von mir an dieser Stelle! Ich freue mich sehr, dass wir uns kennengelernt haben, auf einer Welle schwimmen und so schön unkompliziert neue Wege gehen!

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